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Die internationale Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs hat den Küchenchef der Yachthafenresidenz Hohe Düne, Tillmann Hahn, zum „Maître Rôtisseur“ ernannt – eine Auszeichnung, die zu den höchsten gastronomischen Weihen gehört. Die zugehörige Ehrenurkunde überreichte Erhard Kulosa, Bailli von Mecklenburg-Vorpommern, in einer feierlichen Zeremonie. „Damit sind Sie vollwertiges Mitglied der Chaîne des Rôtisseurs“, so Bailli Erhard Kulosa. Die Insignien und die Kette, die den Rang innerhalb der Chaîne repräsentiert, erhält Tillmann Hahn auf einem sogenannten „Grand Chapître“. Dort leisten neue Mitglieder den Eid auf die Chaîne und erhalten anschließend mit einem Ritterschlag die Ehrenzeichen.
In Deutschland gehören der Chaîne des Rôtisseurs über 2.000 Mitglieder an. Durch ihren Beitritt verpflichten sich die Mitglieder zur Brüderlichkeit und Achtung untereinander. Mitglied der Chaîne des Rôtisseurs zu sein ist nicht nur eine Frage der Persönlichkeit, der Haltung und Einstellung - es ist eine Ehre.
Die Confrérie hat sich zum Ziel gesetzt, neben der weltbekannten französischen Kochkunst die jeweils regionale Küche mit all ihren Besonderheiten hervorzuheben und zu fördern. Gleichermaßen finden regional verfügbare Weine eine übergeordnete Beachtung.
Die Chaîne des Rotisseurs hat erheblichen Anteil daran, dass Küche, Kochkunst und Tafelkultur in den vergangenen 50 Jahren wieder den ihnen zustehenden Stellenwert erhalten haben.
Der Grundsatz „ Qualität vor Quantität“ ist das angestrebte Ziel. Nicht jedes gute Haus ist Mitglied der Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs, aber jedes Mitgliedshaus ist ein gutes Haus.
Seit Jahrhunderten war der Beruf des Kochs und damit die Zunft der Köche ein besonders hoch angesehener Berufsstand. Aufgrund dieser herausragenden Bedeutung verlieh ihnen König Ludwig IX. von Frankreich im Jahre 1248 das Recht, sich zu einer Bruderschaft zusammenzuschließen. So entstand die „Confrérie des Rôtisseurs“ – die Zunft der Spießbrater. Sie mußten die Kunst beherrschen, im Wechsel der Hitze bestes Fleisch in höchster Vollendung "à point“ auf den Tisch zu bringen.
Die Mitgliedschaft war streng limitiert, die Aufnahmeprozedur von jahrelangem „Dienen“ abhängig – und die Leiter der Hierarchie konnte nur nach strengen Maßstäben erklommen werden. An der Spitze einer Region oder eines Herzogtums stand immer der „Bailli“, der Zunftmeister. In Paris residierte der Grand Bailli und der Grand Chancelier, die bei Hofe den Rang eines Botschafters einnahmen. Diese Vereinigung bestand 540 Jahre – ihr gehörten die besten Köche Frankreichs an bis sie im Jahre 1788 während der französischen Revolution verboten wurde.
Im Jahre 1949 trafen sich in Paris drei Feinschmecker: Maurice Edmond Sailland (besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Curnonsky“), Dr. Auguste Bécart und Jean Valby sowie zwei Gastronomen: Louis Giraudon und Marcel Dorin. Sie waren es, die den alten Zunftgeist wieder aufleben ließen. So wurde am 29. August 1950 die Gründungsurkunde der Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs 1248-1950 veröffentlicht. Es sollte wieder gespeist und nicht nur gegessen werden.
Schon bald wurde im Sinne einer Öffnung neben dem „Confrère“ die „Dame de la Chaîne“ gleichberechtigt in die Bruderschaft aufgenommen. Die Idee des „Dîner Amical“, des Freundschaftsessens, machte jedoch vor den Grenzen Europas nicht Halt. Und so war es Jean Valby, der die ursprünglich für Frankreich vorgesehene Vereinigung zu einer internationalen Bruderschaft erweiterte.
Im Jahre 1958 wurde im Kurhaus von Bad Soden im Taunus durch den Grand Chancelier Jean Valby und zwölf bekannte Persönlichkeiten die Bailliage National d’Allemagne e.V. gegründet. Das erste Grand Chapitre fand 1960 in München statt.
In Deutschland gehören der „Chaîne des Rôtisseurs“ über 2.200 Mitglieder an. Durch ihren Beitritt verpflichten sich die Mitglieder zur Brüderlichkeit und Achtung untereinander. Zweimal im Jahr findet ein Chapitre statt begleitet von festlichen und hervorragenden Déjeuners und Dîners stellen sie die kulturellen Höhepunkte eines Bundeslandes oder einer Stadt in den Mittelpunkt. Während des Festaktes der Inthronisation werden neue Mitglieder in die Confrérie aufgenommen. Mitglied der „Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs“ zu sein ist nicht nur eine Frage der Persönlichkeit, der Haltung und Einstellung – es ist eine Ehre!
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